Digitales Marketing

B2B-Mailings: Zombie oder Phoenix?

Manch einer hat bereits den bevorstehenden Tod von B2B-Mailings vorausgesagt. So soll dieser Kommunikationsweg vor den Augen der noch jungen Instant Messenger sterben. Was aber wäre, wenn dieser Kanal sein letztes Wort noch nicht gesprochen hätte?

Die Chronik eines angekündigten Todes

« E-mail is dead. » So zumindest hat das Wall Street Journal vor einigen Jahren in seinen Kolumnen geschrieben. Dahinter steht die unbestreitbare Tatsache, dass Instant Messaging einen Triumphzug hingelegt hat und eine Vielzahl neuer Kommunikationswege bietet. Keine E-Mails mehr, die zu langsam, zu lang und zu aufdringlich sind. Jetzt ist es Zeit für Messenger, WhatsApp und Co. Einige Medien haben das gut verstanden – wie z.B. der Chatbot Fresher, der mit Internetnutzern chattet, um News zu verbreiten, die den Interessen des jeweiligen Users entsprechen.

Auch im beruflichen Kontext haben Chat-Plattformen bereits einen signifikanten Durchbruch erzielt. Allen voran Slack, HipChat oder Workplace, die den täglichen Austausch zwischen den Teams mithilfe von Instant Messaging erleichtern. Die Mitarbeiter stimmen sich direkt ab oder tauschen Dokumente einfach aus – „Drag and Drop“ und fertig!

Die Millennials haben mich umgebracht!

Darüber hinaus spricht der fluide Wechsel zwischen beruflichem und privatem Gebrauch, insbesondere bei der Generation Y, nicht für die E-Mail. Die Millennials, die jetzt im Büro sind, nutzen Chats in den verschiedenen sozialen Netzwerken in ihrem Privatleben und übernehmen die neuen professionellen Kommunikationsmittel und Chat-Plattformen auch für ihre Arbeit. Noch wichtiger ist sogar, dass sie eine neue Gruppe von Konsumenten darstellen, die auch im Bereich der B2B-Kampagnen Multi-Channel und Hyper-Personalisierung erforderlich machen. Und so bewegen sich diese Kommunikationsmittel ganz allmählich auch in die B2B-Sphäre. Von dort aus ist es nur noch ein Schritt, um das Ende der E-Mail vorherzusagen.

Trotzdem: Im B2B widersetzt sich die E-Mail dem Verschwinden

Tatsächlich aber bedeuten diese neuen Kommunikationswege, dass sich die klassische E-Mail neu erfindet, anstatt auszusterben. Denn im B2B ist das Mailing vor allem ein Instrument zur Steigerung der Zufriedenheit und für das Lead-Nuturing. Newsletter, Nachfass-E-Mails oder Flash-News: E-Mails sind das Herzstück von Inbound-Marketing-Aktionen.

61%
der Internetnutzer bevorzugen eine E-Mail, um Informationen zu erhalten.

Die jüngste Geschichte des Content-Marketings zeigt, dass wir die Spam-Ära nach und nach zugunsten qualitativ hochwertiger Inhalte eingedämmt haben. Neue Tools, insbesondere Ticketing-Tools, sind auf den Markt gekommen und anstatt den Posteingang zu verstopfen, machen sie diesen mit Premium-Inhalten zu einem Ort, an dem anspruchsvolle Informationen zur Stärkung von Kundenbeziehungen ausgetauscht werden. Laut der neuesten Studie des „Syndicat National de la Communication Directe“ (SNCD, Nationales Syndicat für Direktkommunikation in Frankreich) öffnen 61% der User eine E-Mail (61%), weil Sie an weitergehenden Informationen interessiert sind.

Die unerlässliche Erneuerung der E-Mail

Es scheint so, dass das verstaubte Image von E-Mails vor allem auf bestimmte technische Einschränkungen zurückzuführen ist. Bei digitalen Marketingkampagnen steht im Vordergrund, dass die Inhalte alle Empfänger erreichen und korrekt dargestellt werden – das schränkt den Innovationsspielraum deutlich ein. Glücklicherweise entwickelt sich gerade hier die Technologie weiter. E-Mails können nun Formate, die im Trend liegen (wie GIFs, Videos oder Mouse-Over-Effekte) abbilden, damit ein wenig von den magischen Spielereien auch in der guten alte E-Mail erscheinen…

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